Was Verhaltenstherapie bedeutet
Die Verhaltenstherapie steht im Vordergrund meiner psychotherapeutischen Arbeit. Wir Verhaltenstherapeut*innen gehen davon aus, dass unser Denken, Fühlen und Handeln zu großen Teilen erlernt ist. Dieses Lernen findet ständig statt- vor allem, aber nicht nur in unserer Kindheit. Entsprechend können durch ungünstige Lernprozesse psychische Beschwerden entstehen. In der Therapie versuchen wir, herauszufinden, welche Lernprozesse in Ihrem bisherigen Leben dazu beigetragen haben, dass psychische Probleme entstanden sind und wodurch sie bestehen bleiben. Wir entdecken aber auch Ihre Ressourcen und Kraftquellen. Anschließend überlegen wir gemeinsam, welche neuen Strategien Sie erproben und welche Ressourcen Sie nutzen können, um Ihre Beschwerden zu lindern.
Dabei ist es wichtig, dass Sie das, was wir in der Therapie erarbeiten, auf Ihren Alltag übertragen. So kann es z.B. sinnvoll sein, eigenes Verhalten oder Gedanken zu beobachten und zu protokollieren und dann in der Therapie auszuwerten. Oder Sie werden versuchen, Neues in ihrem Alltag – in kleinen, überschaubaren Schritten – zu erproben. Der Großteil einer Verhaltenstherapie findet in Ihrem Alltag statt!
Wie die Therapie beginnt
Nach dem telefonischen Erstkontakt findet ein persönliches Erstgespräch („Sprechstunde“) in meiner Praxis statt. Dabei überlegen wir gemeinsam, ob wir eine Therapie durchführen werden. Dazu klären wir, ob in Ihrem Fall eine Therapie bei mir angezeigt ist und ob Sie mit mir arbeiten können und wollen. Ich prüfe, ob ich Ihnen ein therapeutisches Angebot machen kann. Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, werden wir einen Antrag an Ihre Krankenkasse zur Kostenübernahme einer Psychotherapie stellen.
Wie viel Zeit eine Psychotherapie in Anspruch nimmt
Damit eine Therape wirksam sein kann, ist von Ihrer Seite aus ein gewisser Zeitaufwand nötig. Dazu zählen natürlich die 50-minütigen Sitzungen. Diese finden in der Regel wöchentlich oder alle zwei Wochen statt. Am Ende einer Therapie legen wir größere Abstände zwischen den Terminen fest.In der Verhaltenstherapie geht es darum, konkrete Verhaltensweisen im Alltag in kleinen Schritten zu verändern und neu zu erproben. Dies benötigt Zeit, so dass Sie auch zuhause mit etwas Zeitaufwand rechnen sollten. Daneben werde ich Sie, besonders zu Beginn der Therapie, auch um das Ausfüllen von Fragebögen o.ä. bitten.
Wie lange eine Psychotherapie dauert
Eine Kurzzeittherapie dauert ca. ein halbes Jahr, eine Langzeittherapie ein bis zwei Jahre. In bestimmten Fällen kann eine Verlängerung der Therapie notwendig sein. Wir überlegen immer gemeinsam, ob wir eine Behandlung fortführen und wann wir sie beenden.